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DESCRIPTION:Jeden Sonntagabend feiern wir Eucharistie in der Liebfrauenkirche ( https://goo.gl/maps/u5LtJsxCjbyrwatK8 ). Es predigen Mitglieder der Zürcher Jesuitengemeinschaft oder Theologinnen/Theologen, die den Jesuiten nahe stehen. Am heutigen Pfingstsonntag predigt Franz-Xaver Hiestand SJ, Leiter des aki, der katholischen Hochschulgemeinde, Zürich.\nEs bedeutet uns viel, dass Studierende und andere jüngere Leute den Hochschulgottesdienst mittragen. Hast Du Interesse, hin und wieder zu ministrieren? Oder möchtest Du musizieren, dich als Lektor*in oder Kantor*in oder anderweitig einbringen und den Gottesdienst mitgestalten? Dann melde Dich bei Mathias Werfeli SJ ( mailto:mathias.werfeli@aki-zh.ch ).\nZur Eucharistie\nWenn ich einem lieben Menschen ein Buch schenke, steckt in diesem Buch etwas von meiner Liebe. Es ist erfüllt von meinen eigenen Gedanken und Gefühlen. Wenn mir ein Mensch am Herzen liegt, suche ich als Geschenk für ihn etwas aus, was ihn deutlich an mein Interesse für ihn, an meine Solidarität mit ihm erinnert. So hat Jesus das gebrochene Brot und den verteilten Wein gewählt.\nGebrochenes Brot steht für Brechen, Teilen, Gebrochenwerden. Im gebrochenen Brot kommt am besten zum Ausdruck: Jesus liess sich aus Liebe zu uns zerbrechen, damit wir nicht an der Lieblosigkeit unserer Umwelt zerbrechen.\nWein steht für das kostbar und fluid Gemachte. Im verteilten Wein kommt am besten zum Ausdruck: Jesus hat seine Worte «Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt» (Joh 15,13) durch seinen Tod verdichtet und noch kostbarer gemacht.\nIndem wir Eucharistie feiern, feiern wir das Schicksal Jesu Christi, seine Menschwerdung, seine Wundertaten, seine Selbsthingabe, seinen Tod und seine Auferstehung. Unscheinbar senkt Gott seine Präsenz in Brot und Wein ein. Indem wir Brot und Wein teilen, erlangen wir Anteil an Jesu göttlichem Leben, das den Tod überwunden hat. Nichts kann uns scheiden von der Liebe Jesu Christi. Selbst der Tod hat keine Macht über uns.\nDas Brot, das wir füreinander brechen, schenkt uns die Hoffnung, dass auch das Zerbrochene in uns geheilt wird. Die Bruchstücke unseres Lebens werden neu zusammengesetzt. Das Brotbrechen ist zugleich Einladung, uns füreinander aufzubrechen, unseren Gefühlspanzer zu zerbrechen und unsere Herzen füreinander zu öffnen.\nWenn uns der Kelch gereicht wird und wir daraus trinken, verstärkt sich die Symbolik des Neuen Bundes mächtig. Wenn uns der Kelch gereicht wird und wir ihn weiter reichen, wird verdeutlicht, dass die Eucharistie wesentlich den Charakter des Mahls und der Gemeinschaft besitzt.\nDabei ist das Teilen des einen Brotes nicht dasselbe wie das Trinken aus dem einen Kelch. Der Kelch öffnet und weitet. Er verhindert, dass wir die Eucharistie einengen auf eine private, persönliche und selbstbezogene, deutlich materialisierte und reglementierte Christusbegegnung. Im Wein manifestiert sich das Fliessende und Verbindende, das nicht eindeutig Fassbare. Indem wir aus demselben Kelch trinken, wachsen wir in die unaufgebbare Dimension der tiefen Verbundenheit und Schicksalsgemeinschaft mit Christus und untereinander hinein. In den Gesten des Teilens von Brot und Wein teilen wir unser Leben miteinander. Wir schaffen Raum für Gemeinschaft und Gastfreundschaft. Es entstehen Verbundenheit, Wärme und Fürsorge.\nWir können soweit gehen zu sagen: Die Eucharistie lässt uns erahnen, wie Gott träumt, dass wir Menschen eins werden mit ihm, mit Jesus Christus, seinem Sohn, und untereinander.\nFrei nach Nicola Ottiger ( https://www.feinschwarz.net/nehmet-und-trinket-alle-daraus-eine-vergessene-reform-des-konzils/ ) und Anselm Grün OSB ( https://www.katholisch.de/artikel/107-leben-und-brot-teilen )\n
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