
«A Hidden Life (2019)» – Film am Karfreitagmorgen
Im aki setzen wir uns am Karfreitag jeweils mit einem Film auseinander, der zur Stimmung des Tages passt. Dieses Mal schauen wir «A Hidden Life (2019)» von Terrence Malick. Das Werk (D/USA, 174 Minuten) ist eine Hommage an den Kriegsdienstverweigerer Franz Jägerstätter und seine Frau Franziska, die beide aus der franziskanischen Spiritualität schöpfen, die wir in diesem Semester in den Vordergrund rücken.
Der US-amerikanische Regisseur Terrence Malick galt jahrzehntelang als genialer, rätselhafter Filmemacher. Begründet wurde sein Ruf im Jahre 1973 durch seinen Erstling Badlands. In 30 Jahren drehte er nur drei Filme. Alle waren überragend. Ab 2005 schuf er sechs weitere, die weniger überzeugten. 2019 meldete er sich mit «A Hidden Life» („Ein verborgenes Leben“) zurück.
Franziska und Franz Jägerstätter, Bauersleute aus Oberösterreich, wollen sich in Harmonie mit der ländlichen Natur ein kleines Paradies schaffen, das der zunehmend bedrohlichen Umwelt trotzt. Als der zweite Weltkrieg beginnt, verweigert Franz aus Gewissensgründen den Kriegsdienst bei der Wehrmacht. Christentum und Nationalsozialismus sind für ihn unvereinbar. Seine Frau trägt seine Entscheidung mit. Auch kirchliche Amtsträger und andere Gläubige distanzieren sich von den beiden. «Es werden Männer kommen, die die Wahrheit nicht bekämpfen, sondern sie ignorieren werden», sagt eine Figur, als nehme sie heutige Entwicklungen in den Blick. Nach 75 Minuten besteigt Franz den Zug, der ihn in die Armee und ins Gefängnis führt. Franziska gerät in Armut und wird sozial ausgegrenzt.
Bildquelle: The New Yorker (Photograph Courtesy Fox Searchlight Pictures)
Im Anschluss an den Film sind alle zum Austausch über das Gesehene und danach zum Suppen-Zmittag eingeladen. Danke, dass Ihr Euch hierfür bis am Do, 2. April (16 Uhr), anmeldet!
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