
Fotoausstellung: «Children of the War»
Kriege werden von Erwachsenen begonnen, doch ihre Folgen tragen oft jene, die keine Stimme und keine Wahl haben. Kinder gehören zu den Verletzlichsten in jedem Konflikt, und ihre Erfahrungen bleiben oft ungesehen.
Die Ausstellung Children of the War zeigt fotografische Porträts ukrainischer Kinder, die aufgrund des Krieges aus der Ostukraine fliehen mussten. Ihre Gesichter, ihre stillen
Emotionen und kurzen persönlichen Geschichten erzählen von Verlust, Angst und Trennung. Sie machen sichtbar, wie ein Leben von einem Moment auf den anderen aus den Fugen geraten kann. Die Bilder halten Augenblicke fest, in denen Worte kaum ausreichen.
Die Ausstellung richtet den Blick weg von politischen Hintergründen und abstrakten Zahlen hin zum einzelnen Kind. Durch die unmittelbare Begegnung mit den Porträts wird erfahrbar, was Krieg für Kinder bedeutet, nicht abstrakt, sondern persönlich und nah.
Children of the War ist mehr als eine Ausstellung über die Ukraine. Die Porträts stehen stellvertretend für Kinder in Kriegsgebieten weltweit. Die gezeigten Blicke könnten ebenso zu Kindern aus Gaza, Sudan, Syrien oder dem Kongo gehören. Angst, Sprachlosigkeit sowie der Verlust von Sicherheit und Heimat verbinden sie über Grenzen hinweg.
Die Ausstellung lädt dazu ein, innezuhalten und genauer hinzusehen. Hinter jedem Konflikt steht ein Kind, das zu früh Verantwortung tragen muss und zu früh lernt, was Verlust bedeutet. Sie öffnet einen Raum für Mitgefühl und stellt zugleich die Frage nach Verantwortung. Die Welt, die Erwachsene gestalten, ist die Welt, in der Kinder aufwachsen müssen.
Dabei zeigt Children of the War nicht nur Schmerz. Die Ausstellung macht auch die Würde, Verletzlichkeit und die stille Stärke von Kindern sichtbar, die trotz allem weiterleben, lernen und hoffen. Es geht um Menschlichkeit und darum, wie wir hinschauen.
Die Vernissage findet am 27. Februar 2026 statt und beginnt um 18:00 Uhr mit einem Vortrag von P. Vitaliy Osmolovskyy SJ, Direktor des JRS (Jesuit Refugee Service) in Lemberg (L’viv) in der Ukraine. Er gibt Einblick in die Entstehung der Bilder und erzählt die Geschichten der porträtierten Kinder. Im Anschluss besteht die Möglichkeit für Fragen und Austausch. Beim anschliessenden Apéro laden wir herzlich zum Verweilen ein.
Die Ausstellung kann zudem bis am 28. Februar (08.15 – 20.00 Uhr) im aki besucht werden.
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