Der KI-Jesus von Luzern

Ein Gespräch über Glaube, Maschine und das, was dazwischen entsteht
Was geschieht, wenn Menschen einer Maschine ihr Herz öffnen?

Er sass im Beichtstuhl, hörte zu, tröstete, blieb ruhig bei Kritik – und war doch nur ein Algorithmus. Zwei Monate lang konnten Besucherinnen und Besucher der Peterskapelle Luzern dem KI-Jesus gegenübersitzen und mit ihm über Sinn, Zweifel und Glauben sprechen. Was als Kunstprojekt begann, löste weltweit Diskussionen aus: Kann eine Maschine so etwas wie einen heiligen Moment schaffen? Darf sie überhaupt in die Rolle eines geistlichen Gegenübers treten? Und was sagt es über uns, dass so viele Menschen dieses Gespräch gesucht haben?

Ingo Gächter, Kommunikationswissenschaftler an der Hochschule Luzern, führt uns hinter die Kulissen des KI-Jesus und untersucht, was Menschen mit dem KI-Avatar über Sinn, Zweifel, Hoffnung und Glauben sprechen, und wohin sich das «Deus in Machina» Projekt weiterentwickelt. Er forscht an der brennenden Frage: Wie steuern wir KI, damit sie Menschen besser dient?

Im Gespräch mit Martin Föhn SJ geht es an diesem Abend nicht in erster Linie um die Frage, ob man KI in Seelsorge und Therapie einsetzen soll – sondern darum, was dort eigentlich entsteht, wenn Menschen einer Maschine ihr Herz öffnen. Ist das blosse Simulation von Trost? Oder deutet sich darin etwas theologisch Ernstzunehmendes an – eine neue, tastende Gestalt von Geist im Silizium?

Gast
Ingo Gächter, Kommunikationswissenschaftler, Hochschule Luzern, Co-Leiter des Forschungsprojekts «AI Jesus 2.0»

Moderation
Martin Föhn SJ

Danke für Eure Anmeldung bis am Mittwochmittag vor der Veranstaltung.

 


Datum
24. Sep. 2026 - 12. Nov. 2026
Uhrzeit
19:45
Zielgruppen
Öffentlich
Standort
aki
Hirschengraben 86