Die Fasnacht, wie in der Schweiz der Karneval genannt wird, hat eine lange Tradition, deren Wurzeln im Mittelalter zu finden sind. Vor der grossen Fastenzeit wird noch einmal richtig gefeiert – mit Musik, Tanz, Verkleiden, Essen und Trinken. Die Umkehr der bürgerlichen Ordnung spielt dabei eine grosse Rolle. An Fasnacht geht, was sonst nicht möglich ist. Diese Tradition finden wir auch an der Basler Fasnacht, in der heutigen Form ist sie jedoch erst ab dem 19. Jh. entstanden. Das aki lädt Euch ein, dieses wunderbare Stück Volkskultur (seit 2012 Immaterielles Kulturerbe der Schweiz) gemeinsam zu besuchen.
Wir treffen uns am Sonntag am Bahnhof HB und fahren zuerst nach Liestal, wo wir einen weiteren Fasnachtsbrauch, den Chienbäse (Kien = Tannenholz), besuchen. Dieser aus vorchristlicher Zeit stammender Brauch vertreibt symbolisch den Winter mit Feuerwagen und Fackeln. Nach dem Ende des Fackelumzugs fahren wir nach Basel, wo wir in den Räumlichkeiten der KUG (Kath. Unigemeinde) einige Stunden ruhen können, bevor wir um 03.00 aufstehen und uns aufmachen zum Morgestraich, der jedes Jahr pünktlich um 04.00 Uhr die 72-stündige Basler Fasnacht eintrommelt. Die abgedunkelte Innenstadt ist erleuchtet durch die Kopf- und Schulterlaternen und beschallt durch die Trommeln und Piccolos der Fasnachtsgruppen (Cliquen). Nachdem wir die Atmosphäre genossen haben, stärken wir uns mit einer Mehlsuppe und einem Käse- oder Zwiebelkuchen, bevor wir spätestens gegen 09.00 auf den Zug den Rückweg nach Zürich antreten. Frühere Abreise ist jederzeit möglich.
von Rachel Philipona